Spekulation mit „Agrarrohstoffen“ und Lebensmitteln

Aus Sicht der Kampagne verdient die Spekulation mit den so genannten „Agrarrohstoffen“ besondere Beachtung und besonderes Engagement. Für Investoren ist Geldanlage in diesem Bereich eine „todsichere“ Angelegenheit: denn Essen und Trinken müssen alle Menschen. Entsprechend wird es hier immer Absatzmärkte und Nachfrage geben, an denen man verdienen kann. Preissteigerung auf den Lebensmittelmärkten treffen aber die Armen besonders hart. Sie müssen im Vergleich zu den reichen Haushalten einen deutlich höheren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel aufwenden. Entsprechend gibt es eine große Schnittmenge zwischen den Mitträgern unserer Kampagne „Steuer gegen Armut“ und Bündnissen, die für ein klares Verbot von Spekulation mit Lebensmitteln eintreten. Sie und wir sind der Meinung, dass man bestimmte Praktiken auf den Finanzmärkten nicht nur besteuern, sondern schlichtweg verbieten muss.

Weil aber nicht alle Mitträger unserer Kampagne sich in diesem Bereich engagieren, kann sich die Kampagne „Steuer gegen Armut“ nicht als solche positionieren. Wir wollen jedoch ausdrücklich auf jene Bündnisse und Initiativen aufmerksam machen, die sich hier engagieren und empfehlen einen Besuch auf den dortigen Websites für weitere Informationen und Aktionsmöglichkeiten.

Resourcen & Hinweise

Materialien

29.10.2012 Offener Brief von 12 NGOs an Finanzminister Schäuble

Aktionsbündnisse

Campact und andere: Appell Nahrungsmittelspekulation

Organisationen, die zu dem Thema arbeiten

Attac, Campact, Deutsche Welthungerhilfe, Greenpeace, KAB, medico international, Misereor, Mission EineWelt, Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), Oxfam, Südwind, terre des hommes, WEED.
Die Links zu diesen Organisationen finden Sie hier